kING Ingelheim - ein Blick hinter die Kulissen

12. 09. 2017 - Mit der Kultur- und Veranstaltungshalle Ingelheim hat nicht nur das Rhein-Main-Gebiet eine Eventlocation, sondern Deutschland eine wahre Bereicherung im Konzert- und Kongressbereich gewonnen.

Ingelheim hat einen neuen kING. Genau genommen hat Ingelheim eine neue kING – die Kultur- und Kongresshalle Ingelheim – und diese Bereicherung soll am 15. September zum ersten mal ausgewählten Veranstaltungsplanern vorgestellt werden. Der beste Zeitpunkt also, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Wir haben mit Michael Sinn, dem Geschäftsführer der Halle sowie der Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH und Katharina Ferch, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der IKuM über ihren Weg zur und mit der kING gesprochen.

Der in der MICE Branche in erster Linie für die Gründung der LOCATIONS Messe 2008 bekannte Michael Sinn, sieht in seiner neuen Tätigkeit in Ingelheim einen Weg „back to the roots“. Dabei hat Sinn sein Studium im Bereich „Kommunaler Fremdenverkehr“ durchgeführt, was dem heutigen Studiengang Tourismus am nächsten kommt. „Von Haus aus bin ich somit eigentlich gar kein „Kongressmensch“ gewesen, das habe ich mir in den letzten Jahren aneignen müssen. Somit bin ich durch die Halle und meiner Tätigkeit bei der IKuM zurück zum Tourismus gekommen. Heute bin ich zuständig für die Vermarktung einer Stadt, der Stadt Ingelheim. Dabei ist die Vermarktung der Halle nur ein Aspekt unter vielen. Sicherlich im Augenblick der wichtigste, aber eben auch „nur“ ein Baustein mit inhaltlichen Berührungspunkten.“, sagt Sinn. 

Nach der LOCATIONS Messe, bei der er die Früchte seiner Arbeit jedes Jahr gleich mehrfach ernten konnte, war die lange Planungszeit der kING auch eine kleine Herausforderung in Sachen Geduld. „Durch die 3-jährige Planungszeit, die dem Spatenstich und der Grundsteinlegung in 2015 bereits vorausging, konnte alles bis in die kleinste Einzelheit durchdacht werden, sodass wir heute in einer Halle stehen, in der wirklich jedes Detail unseren Anforderungen entspricht.“

Dank des besonderen „Constellation“ Acoustic Soundsystems“ der Firma Meyer Sound kann der Raum akustisch auf die Art der Darbietung angepasst werden. Schließlich stellt ein Sinfonieorchester andere akustische Anforderungen, als ein Kongress. Das Zusammenspiel aus beeindruckender Architektur, der gestalterischen Wandelbarkeit der Halle und der herausragenden Akustik macht die kING zu einem „Leuchtturm“ unter den Konzert- und Kongresshallen.

Mit der Gründung der IKuM und der Realisierung der kING übernahm Michael Sinn letztendlich die Vermarktung einer Stadt. „Wenn wir die Halle bewerben, vermarkten wir auch immer gleichzeitig den Standort Ingelheim. Dadurch haben wir hier in Ingelheim ein enges Zusammenspiel zwischen Standortmarketing, Tourismusmarketing und dem Hallenmarketing,.“ beschreibt Sinn seine neuen beruflichen Herausforderungen.

Bei genau diesem Zusammenspiel wird er von Katharina Ferch tatkräftig unterstützt. In Ingelheim aufgewachsen, trug sie ihre Masterarbeit über den Winzerkeller, zwei Studiengänge später, gedanklich wieder in die Heimat. 2008 folgte sie diesen Gedanken und war bis 2016 bei der Stadt Ingelheim im Bereich Kultur und Tourismus angestellt. Den Weg zur kING beschreibt die junge Ingelheimerin als „gegenseitiges Finden“, Michael Sinn bezeichnet die engagierte Marketingbeauftragte als seine „Sparringspartnerin“.

Dabei profitiert Michael Sinn nicht nur von Ferchs guter Kenntnis der Stadt. Auch an dem von der Stadt Ingelheim angestoßenen Tourismuskonzept, in dessen Endphase Michael Sinn einstieg, arbeitete Katharina Ferch bereits seit 2013 mit. Mit der IKuM soll die Stadt Ingelheim, mit all ihrem touristischen Potenzial, nun aktiver vermarktet werden.

Die Fertigstellung der kING ist die Manifestation der harten Arbeit der letzten Jahre. „Wir sind immer noch konzeptionell tätig, doch entwickelt sich alles in die richtige Richtung. Für die Halle haben wir bereits jetzt eine sehr gute Auslastung, ein Tourismuskonzept wurde bereits erstellt und geht jetzt in die Umsetzung und für 2018 sind bereits zwei weitere große Schritte geplant: die Erstellung eines Kulturkonzeptes sowie die Sanierung und Wiedereröffnung des Winzerkellers. Die Priorität liegt aber dieses Jahr nun erstmal auf der kING“, berichtet Sinn.

Bei all der konzeptionellen Arbeit ist es eine besondere Belohnung, die kING endlich im Einsatz zu sehen. Die Eröffnung am 18. August war daher für den Wiesbadener ein besonderer Tag.  „Für mich war das ein ganz emotionaler Moment. Es war das erste Mal, das Leben in der Halle eintrat. Die letzten 5 Jahre haben wir geplant und plötzlich steht man dann auf der Bühne und sieht, wie die Halle funktioniert.“ 

Nach dem erfolgreichen Start freuen sich Michael Sinn und Katharina Ferch darauf, den geladenen Veranstaltern am 15. September „ihre Halle“ zu präsentieren. „Viele der Gäste verfolgen den Fortschritt schon länger, haben uns vielleicht auch schon auf der Baustelle besucht. Jetzt endlich kann man dieses tolle Bauwerk im Ganzen erleben. Die Architektur, die Akustik, der Saal – alles wird gebührend in Szene gesetzt werden“, schwärmt Michael Sinn und die Begeisterung ist ihm wirklich anzuhören, als er schmunzelnd noch hinzufügt: „Ich jedenfalls bin jeden Tag aufs Neue begeistert von „meiner“ Halle.“

Nach unserem Interview hielt es Michael Sinn nicht mehr lange auf seinem Stuhl: „Jetzt muss ich erstmal los. Donnerstags findet immer unsere Openair-Veranstaltungsreihe „Donnerstags in der City“ statt. Die IKuM ist eben viel mehr als nur eine Hallenbetriebs-GmbH.

Wir sagen Danke! und Toi toi toi!







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